Sandra Wulf ist neue Aufsichtsratsvorsitzende
Sandra Wulf – Neue Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Soest.Bild: © Privat
Seit Anfang Februar ist sie im Amt – Ende März wird sie ihre erste Sitzung im Aufsichtsrat der Stadtwerke Soest in neuer Funktion als dessen Vorsitzende leiten: Sandra Wulf folgt auf Uli Koch, der nach vielen erfolgreichen Jahren als Vorsitzender aus dem Amt geschieden ist. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, stellt die 47jährige klar. Ihr sollten im Amt auch nicht allzu viele Überraschungen drohen, denn sie ist seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten ein Teil des Gremiums, kennt die meisten Abläufe also sehr gut.
Schwerpunkt Internationales Management
Die gebürtige Soesterin Sandra Wulf verbrachte nach dem Abitur zunächst ein Jahr in Rochester, im Nordosten der USA. Diese Internationalität zieht sich auch anschließend durch ihr Berufsleben. Über britische und spanische Handelskammerzertifikate qualifiziert sie sich für einen internationalen Management-Abschluss. Sie arbeitet für ein Elektrounternehmen, bevor sie als Büroleiterin für eine Europaabgeordnete neben Südwestfalen regelmäßig auch in Brüssel und Straßburg tätig ist. Der Wechsel in die Politik bereitet ihr Freude. „Ich hatte und habe bei meiner täglichen Arbeit sehr oft das Gefühl, etwas im Sinne der Menschen bewegen zu können“, ist sie überzeugt.
In den Rat der Stadt Münster
Von der Europäischen Union und dessen Parlament wechselt sie zunächst als Referentin, wenig später dann als Geschäftsführerin, in die SPD-Ratsfraktion der Stadt Münster. „Wichtige Erfahrungen waren das, denn in der Stadtpolitik hat jede Entscheidung im Rat unmittelbare Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger.“ Zuletzt erfolgte ihr Schritt in die Geschäftsführung der „Wirtschaftsinitiative Münster“ – kurz WIN Münster - wo sie vielfältige Interessen der regionalen Wirtschaft in der Stadt mit rund 320.000 Einwohnern vertritt. „Enge Kontakte mit Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, tiefe Einblicke in wichtige stadtstrategische Entwicklungen und neue Impulse über konkrete Lösungen für den Wirtschaftsstandort Münster“, beschreibt sie hier ihre Aufgaben.
Steckenpferd Energiepolitik
Energiethemen haben es Sandra Wulf angetan, seit sie 2009 erstmals im Aufsichtsrat der Stadtwerke aktiv wurde. „Wie beherrschend das Thema Energie für sehr viele Lebensbereiche der Menschen ist, zeigen nicht zuletzt die Entwicklungen der vergangenen Wochen.“ Im Aufsichtsrat hat sie sich über die Jahre ihre Schwerpunktthemen gesucht: „Neben vielem Weiteren gehört das ganze Thema Wohnen dazu, ebenso die Entwicklung der Beteiligungen und das AquaFun, das in diesem Jahr 20 Jahre alt wird.“ Wenn sie auf ihre fünfjährige Amtszeit blickt, hat die neue Aufsichtsratsvorsitzende Sandra Wulf auch durchaus ihre Ziele. „Dazu gehört sicherlich, die Energieversorgung weiterhin im Sinne des Klimaschutzes auszubauen, die Entwicklung der Beteiligungen genau zu beobachten, am kommunalen Wärmeplan zu arbeiten und als Partner der Stadt wichtige Infrastrukturprojekte voranzubringen.“
Faszination Energie
Für Sandra Wulf ist die Energiewirtschaft ohne Zweifel „die spannendste Branche der Welt.“ Vor dem Hintergrund der Bezahlbarkeit verfolgt sie ein eindeutiges Credo: „Wir sehen seit 2022, aber auch jetzt gerade im aktuellen Konflikt, die Volatilität und die Abhängigkeit von fossilen Strukturen. Die Antwort darauf und die Lösung kann aus meiner Sicht nur die konsequente Stärkung regenerativer Energieformen sein.“









